MdeC Logo SB Logo IndexLogo
Home
Life
Music
Media
Reviews
Interviews
Specials
Contact
Shop
Interviews
by Paul Rijkens - E-dition # 6 (Netherlands)  January 2005
by Glenn Folkvord - Planet Origo  "Artist profile"  (Norway)  September 2004

He lives in Germany but is one of France's top electronic composers and artist since the 1970s. Electronic Shadows presents an exclusive interview with Serge Blenner.

by Falk Lenn - moderne-klangkunst.de  "Projektportrait"  (Germany)  July 2003

Er ist kein Mann der großen Worte... Sein musikalischer Output allerdings ist enorm und die Musik spricht für sich. Als New Age-Künstler möchte er ungern gehandelt werden. Sein künstlerisches Schaffen nennt er lieber "zeitgenössische Musik.

by Rafa Dorado - Margen Magazine  (Spain)  July 1999
by Bradford Warner - SoundDesign Music  (USA)  June 1999

Some musical artists gain recognition by riding the front wave of an emerging trend, developing a cult following, or adapting to whatever consumers seem to desire. Serge Blenner has succeeded without resorting to any of these tactics. He has created a reputation through vision, technically accomplished execution, and sonic variety. Within a few years of his debut solo album, Blenner was among the world's elite new instrumental artists. He has successful melded the sounds and textures of a plenitude of traditions into a unique style documented in album such as Equator (1988) and Libération (1992). All this sonic exploration has been focused by a mind well attuned to tools of melody, harmonics, rhythm, ambiance, and sampling. Ars Oratoria, his new solo album has just been released.

by Thomas Wacker - Blackmagazin  (Germany)  April 99

Die Schatzkiste von Serge Blenner scheint unerschöpflich und voller musikalischer Juwelen zu sein. Die Gradwanderung zwischen Avantgarde und Pop ist ziemlich schwierig und dennoch scheint der Künstler einen vortrefflichen Sinn für wundervolle und vor allem anmutige Arrangements zu haben, die nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht ausfallen. Besonderes der Titel Voyage aus den CD Amour verbindet viele dieser Aspekte miteinander und entführt den geneigten Hörer in eine musikalische Landschaft voller Schönheit und Mystik.

Sie blickten 1999 auf eine sehr lange und vor allem interessante musikalische Schaffenszeit zurück. Da ich davon ausgehen muß daß unsere BLACK-Leser bislang kaum oder gar nicht mit Ihnen in Berührung gekommen sind, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie uns zunächst ein paar Informationen zu Ihrer Person, Ihrem musikalischen Werdegang und Ihrer musikalischen Vergangenheit übermitteln würden.


Ich wurde 1955 in Frankreich geboren und studierte später Komposition und Harmonie am Konservatorium von Mulhouse, bevor ich 1975 nach Deutschland übersiedelte. Dort begann ich mit elektronischer Musik zu experimentieren, bis ich 1978 in München und Hamburg meine Arbeit in einer Reihe von Konzerten präsentierte. Mit "Music Live Electronic" entwarf ich live eine Musik - mit einer Cellistin - aus "prepared-tape" Geräusche und elektronische Sounds. Seit 1980 lebe ich in Hamburg und arbeite in meinem Studio Esthématique. 1980 habe ich auch meine erste Schallplatte produziert. Bis heute die vierzehnte.

Sie leben seit einigen Jahren in Deutschland. Wie hat sich das ergeben? 
Kamen Sie nur wegen der Musik nach Deutschland und sind hier hängengeblieben?

Ich bin nach Deutschland gekommen wegen meinem Interesse für die elektronische Musik, die sogenannte Kosmische Musik, wie man das in den 70er Jahren genannt hat. In Frankreich war in dieser Zeit nicht viel los auf diesem Gebiet. Danach bin ich einfach geblieben und habe ich es nie bereut.

Man hat Ihre Musik in der Vergangenheit immer wieder als „Elektronische Musik" oder „Unterhaltungsmusik" bezeichnet. Sie selbst konnten sich damit jedoch nie identifizieren und haben auf die Umschreibung „zeitgenössische Musik" zurückgegriffen. Weshalb?


Der Begriff E-M ist zu verhaftet mit Syntheziser Sounds und U.Musik mit Kommerz. Ich finde Zeitgenössische Musik sehr passend für meine Arbeit, was nicht heißt daß meine Musik dem Zeitgeist entspricht. Dies wäre mir zu oberflächlich.

Sie bezeichnen sich selbst als einen musikalischen Perfektionisten, der sich nie mit dem  zufrieden gibt, was er gerade macht. Sie haben schon über Monate hinweg an einem Stück gearbeitet und es irgendwann doch auf DAT gebannt, obwohl es nicht dem entsprach, was sie sich eigentlich gewünscht hätten. Widerspricht das nicht dem typischen Bild eines Perfektionisten, und haben Sie jemals das Verlangen verspürt, eines ihrer alten Stücke, welches sie vor Jahren veröffentlicht haben, nochmals zu überarbeiten oder gar zu remixen?


Ich sehe keinen Widerspruch, auch ein Perfektionist muß einmal sagen können: Diese Komposition ist fertig. Ich bin überhaupt nicht interessiert alte Stücke zu überarbeiten, ich sehe lieber nach vorn, wenigstens im Moment.

Ich hatte vor einigen Monaten das Vergnügen, mich im Rahmen meines Magazins auch mit Rüdiger Gleisberg zu unterhalten, dessen Musik der Ihren - meines Erachtens - sehr nahe kommt. Auch zu seinen Wunschträumen gehört es, einmal ein Album mit einem richtigen Orchester einzuspielen und zu produzieren, jedoch scheiterte dieses Vorhaben bislang an der Finanzierung. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dieses Vorhaben nicht mit einem professionellen Orchester, sondern mit engagierten und talentierten Laien durchzuführen? Ich denke, daß sollte doch eine preiswerte und nicht minder interessante Sache sein
...

Ja, die Idee ist interessant, mal sehen...

Man kann sich eigentlich kaum vorstellen, daß Ihre Musik allein durch elektronische Hilfsmittel erzeugt wird. Die einzelnen Instrumente werden mit Hilfe von Samplern simuliert und klingen so echt, daß man ihre Echtheit kaum anzweifeln kann. Denken Sie, daß sie ohne diese Hilfsmittel Ihre Ideen und musikalischen Vorstellungen überhaupt hätten umsetzen können, oder haben Sie vor Jahren das richtige Spielen verschiedener Instrumente erlernt?


Natürlich, diese Hilfmittel (Hardware, Software) sind mir sehr willkommen, aber ich mußte auch die Instrumentierung sehr genau lernen um solche Simulationen zu erzeugen. Ich bin kein Musiker sondern Komponist, das heißt, ich habe bestimmte Vorstellungen von Musik und Klängen.

Obwohl Ihre Musik sich zwischen Klassik, Avantgarde und Unterhaltung bewegt, haben Sie bislang keine kommerziellen Angebote für Werbe-Spots angenommen und auch kein Interesse daran gezeigt. Gibt es dafür einen Grund und woher rührt Ihre Abneigung gegenüber der Vertonung von TV-Spots?


Ich arbeite nicht für die Werbung. Der Grund ist ganz einfach: Ein Komponist, ein Künstler, ist nicht dazu da, die Gelüste der Masse zu befriedigen, sondern, um seine eigenen Vorstellungen von Klängen darzustellen und somit zu verwirklichen.

Wäre die Erschaffung eines Film-Soundtracks denn eine Herausforderung für Sie und falls ja, welche Art von Film würde Ihnen persönlich vorschweben?


Ja, Filmmusik würde ich gerne komponieren - wenn das Drehbuch interessant ist.

Gab es in den letzten Jahren vielleicht den einen oder mehrere Film, zu dem/denen Sie gerne die Musik komponiert hätten? Wenn ja, welche Filme kämen für Sie in Betracht?


Eigentlich nicht, ich muß auch sagen, daß ich nicht gerade ein Filmfan bin. Ein Science- Fiction Soundtrack oder ein Drama würde schon in betracht kommen. Aber wie gesagt: Es kommt immer auf das Drehbuch an! Und wahrscheinlich oder sogar sind wesentlich und noch wichtiger Menschen, welche solche Projekte in Angriff nehmen würden. Gegen eine Western-Soundtrack hätte ich auch nichts, wenn ich höre was Ennio Morricone komponiert hatte. Es wäre eine Herausforderung. Er ist ein wunderbarer und sehr begabt Komponist; er besitzt meinen vollen Respekt.

Vor einigen Jahren hat sich Ihre Musik sehr stark verändert, was mir nach dem Hörer Ihrer beiden Compilations Musique Esthétique 1 + 2 und dem Album Babylone aufgefallen ist. Ihre früheren Kompositionen waren sehr minimalistisch gehalten und klangen zum Teil auch eher avantgardistisch, wohin man „Babylone" - meines Erachtens - sehr deutlichanhört, aus welchem Land der Künstler stammt und das nicht nur aufgrund der französischen Texte. Wie darf man sich diese musikalische Weiterentwicklung erklären und wie groß ist der musikalische Einfluß Ihrer Heimat („Chanson") auf Ihre
Arbeit?


Ich hoffe sehr, daß meine Musik sich geändert hat. Es ist auch der Sinn einer kunstlerischen Arbeit, die Lebenserfahrungen und das Wissen in sein Werk einzubeziehen. Ich mag sehr gern fr.Chansons; man kann seine Kultur nicht verleugnen. Wie groß der Einfluß ist, kann ich nicht beurteilen.

Neuere Veröffentlichung von Ihnen - wie z.B. das noch aktuelle Album Amour - klingen zum Teil eher monumental und orchestral und wurden mit Chorälen und ethnischen Einflüssen angereichert. Das erinnert mich u.a. an Künstler wie Adiemus oder Enigma. Ist diese Assoziation naheliegend oder eher abwegig für Sie?


Jeder Mensch der gerne Musik hört unterliegt gewissen Assoziationen, aber diese sind immer sehr subjektiv.

Welches Konzept steckt hinter Ihrer letzten Veröffentlichung Amour?


Meine Arbeit hat immmer damit zu tun, was ich lese (insbesondere Philosophie) und mit der aktuellen Situation meines Lebens. 1995/96 habe ich mich mit Karl Jaspers beschäftigt, dessen großes Werk "Psychologie der Weltanschauungen" heißt. Für mich war es interessant, zu lesen, wie er über die Liebe spricht, über den Nihilismus und den Rationalismus. Und das hat mich beflügelt, Musik zu schreiben. Besonders sein Kapitel über die Liebe hat mich stark berührt, wie er beschreibt, daß die Liebe mit Erotik und Sexualität nichts zu tu hat. Es war genau das, was ich dachte. Ich nenne sie daher auch gern "Universalliebe", um die Unterscheidung zu der erotischen Liebe zwischen Menschen herauszustellen, denn nicht das, sondern das gegenseitige Verstehen war mein Thema.

Wie lange arbeiten Sie in der Regel an einem solchen Konzept bzw. an der Fertigstellung eines kompletten Albums? Welche Entwicklungsstufen durchläuft Ihre Arbeit in dieser Zeit?


Ich arbeite sehr lange an meinen Kompositionen, über ein Jahr bis zu Fertigstellung. Die erste Stufe ist die Komposition, für mich die beste Zeit, da kreativ, dann kommt die Korrektur und die Produktion, wo die Zeit der Entscheidung anbricht.

Wieviel Feedback erhalten Sie eigentlich aufgrund Ihrer bisher veröffentlichten Alben und wie gut sind Sie über die Verkaufszahlen informiert? Gibt es bestimmte Länder - auch außerhalb von Europa - in denen sich Ihre Musik besser oder schlecht verkauft?


Ich bekomme viel Feedback aus allen Ländern und ich glaube, ich bin gut informiert. Es gibt keine bestimmten Länder, es kommt immer auf die Produktion an. Zum Beispiel Babylone war gut in Finnland - Equateur besser in Italien.

Ich bin persönlich kein Freund von großen Musikfachgeschäften wie WOM, SATURN, HMV, VIRIGIN, oder TOWER RECORDS, denn hier wird Musik schon im Vorfeld in Schubladen gepreßt und mit einem bestimmten Etikett versehen und man findet verschiedene Künstler in den unmöglichsten Kategorien. Wo müßte ich denn Ihre CDs in solchen Geschäften suchen und was halten Sie persönlich von musikalischer Kategorisierung?


Ich halte davon auch nichts, aber das ist einfach Marketing, welches der Künstler nicht beeinflußen kann. Meine Musik wird oft in der Kategorie - New Age, New Sounds gefunden.

Für viele Musiker aus Ihrem Bereich ist die Bezeichnung "New Age" eher eine Art Schimpfwort und die wenigsten wollen damit betitelt werden. Wie stehen Sie dazu?


Schimpfwort würde ich nicht sagen...aber ich hatte nie ein Problem damit, da meine Musik bei Kritikern und Zuhörern nie als "New Age Music" bezeichenet wurde. Dafür ist sie viel zu Orchestral und Melancolisch.

Vor wenigen Tagen begann die Diskussion über die „doppelte Staatsangehörigkeit", die von vielen Ausländern hier in Deutschland sehr begrüßt wurde, während andere vehement an ihrer Staatsangehörigkeit hängen. Sie selbst leben nun auch schon sehr lange hier in Deutschland und mich würde interessieren, ob Sie diese Diskussion interessiert und wie Ihre Ansicht zu diesem Thema aussieht?


Ich verfolge diese Diskussionen. Ich finde es richtig, wenn man als Ausländer längere Jahre Steuern bezahlt hat, auch gewisse Rechte zugesprochen bekommt. In Frankeich gibt es die doppelte Staatsangehörigkeit übrigens schon seit vielen Jahren. Natürlich betreffen mich diese Probleme nicht direkt, da ich aus einem EG-Land komme.

Man wirft den Franzosen immer wieder gerne vor, daß sie Touristen in ihrem Land nicht mögen und sich deshalb konsequent weigern, englisch zu sprechen und sich gar in den Grenz regionen das Deutsch verkneifen. Gerne würden es die Franzosen sehen, wenn man Französisch noch vor die englische Sprache stellen würde. Haben Sie eine Erklärung dafür, weshalb die Franzosen so engstirnig in Bezug auf ihre Sprache sind?


Also, ich weiß nicht wie Sie darauf kommen. Frankreich ist ein Touristik-Land mit einer enormen Gastfreudschaftlichkeit; aber es gibt viele Klischees. Die französische Sprache ist eine alte Sprache, reich an Kultur, es gibt keinen einzigen Grund sie aufzugeben. Es gibt auf diesen Planeten (6 Milliarden Menschen) über 90 Millionen Menschen die französisch als Muttersprache sprechen und 280 Millionen als Zweitsprache. (English sprechen 390 Millionen, Chinesisch über 1 Milliarde Menschen).

Französische Musiker wie z.B. Patricia Kaas, Mylene Farmer, J.Michel Jarre oder Etienne Daho haben es in nicht-französischen Ländern bekanntlich nicht unbedingt einfach und sind kaum bekannt, da die Sprach-Barriere einfach zu groß ist. Wäre das eigentlich nicht ein Grund für Sie gewesen, auf französische Texte ganz zu verzichten und auf die englische Sprache zurückzugreifen?


Ich kann dem nicht zustimmen. Diese Frage interessiert mich  nicht, da sie mir viel zu kommerziell erscheint. Aber die Leute die sie nennen, verkaufen enorm viele Platten außerhalb Frankreichs (Kanada, Afrika etc.). Warum sollte ich aus finanziellen Gründen auf meine Muttersprache verzichten? Das wäre doch armselig. Außerdem habe ich sowieso die Übersetzungen aller meiner Texte im CD-Booklet. Ich weiß, viele Deutsche können das nicht verstehen wegen der ewigen Dankbarkeit gegenüber den Amerikanern (Befreiung aus dem Faschismus), aber dies sollte einmal ein Ende haben. Ich kann nur den deutschen Künstlern raten - wenn ich darf - sich wieder auf Ihre Kultur und Sprache zu besinnen. Deutschland ist das Land der Dichter, Komponisten und Philosophen, die mehr Akzeptanz im Ausland haben, als im eigenen Land.

Wenn Ihnen diese Frage  zu kommerziell erscheint, darf ich dann davon ausgehen daß Ihnen Ihre Musik um vieles wichtiger ist, als der finanzielle wie auch kommerzielle Erfolg. Liege ich damit richtig und wenn ja, ärgert es Sie nicht manchmal, daß andere Musikstile (wie z.B. House, Techno, etc.) wesentlich erfolgreicher verkauft werden, als Ambient Musik oder Neoklassik?


Absolut. Für mich ging es immer nur um die Musik und die Kreativität. Es ärgert mich überhaupt nicht. Sollen die doch Erfolg haben die nur Kommerz und Erfolg suchen. Solche Musikstile kommen und gehen; in ein paar Jahren werden wir von diesen sogennanten Musikern gar nichts mehr hören. Aber ich, ich werde immer noch gegenwärtig sein!

In Kürze dürfen wir mit der Veröffentlichung Ihres neuen Albums Ars Oratoria rechnen. Was kann der geneigte Hörer von Serge Blenner dieses Mal erwarten und welches Konzept verfolgt das Album?


Ars Oratoria, wie der Titel im lateinischen schon sagt, heißt die Kunst des Ausdrucks. Es ist meine letzte Produktion dieses Jahrtausends, und ich habe meiner Ausdrucksmöglichkeit freien Lauf gelassen ohne Kompromisse welcher Art auch immer. Die Inspiration hat mich begleitet. 21 Kompositionen die sich aneinanderreihen als Gesamtkunstwerk, ich finde - natürlich sehr subjektiv gesehen - es ist mir gut gelungen!

Welche weiteren Pläne haben Sie für das Jahr 1999 bereits gefaßt? Wird es eventuell eine Möglichkeit geben, Sie „live" auf einer Bühne zu erleben?


Mein Plan für 1999 ist die Verbreitung von Ars Oratoria, die ich auf meinem eigenen Label veröffentlichen werde. Über einen Live-Auftritt mache ich mir ernsthafte Gedanken. Mal sehen!

Dank an Robert Wevers für die Empfehlung und Volker Fleischer für die deutsche Rechtschreibung.

Interview by Rafa Dorado - Margen Magazine  (Spain)  July 1999 Top
Musical background, Influences...?

In former times it was progressive rock music and cosmic music. Nowadays its classical music and
contemporary music from the early 20th century.

Tell me about your first works and the School of Berlin influence.


I created my first work La Vogue, a piece with synthesizer, in 1980 under the influence of the School of
Berlin. After that it was no longer interesting for me and I searched for other ways of expression.

I'd say your new album, Ars Oratoria is simply great! A contemporay work which mix
orchestal and
chamber music sound with electronic elements. How did you conceive
this album?

I have worked on it for two years. Most important for me was to find the right simulation (samples) and
instrumenting. The latin titel Ars Oratoria means the art of personal Expression.
This is my last production of this century. So I followed my expressive ways wherever the led me
without compromising. The inspiration accompanied me. 21 compositions merge to one work of art,
wherin from my personal point of view I‘ve done quite well.

What are, in your opinion, the main differences between your first album, and this latest
work?

20 years of work and experience as I hope have certainly changed my music. It is the nature of Art to
integrate life experience and knowledge into ones work.

Do you consider yourself as a synthesist or a contemporary composer?


I am a contemporary composer and to be composer is a gift.

Do you feel that your composing of moods and textures is equally as important as coming up with
rythms or beats?


For me melodies and the arrangement are most important. I am not a sound designer.

In the last years as a composers. How have you changed as a writer? What elements have
remained?
Do you think your actual music it's more complex than your early music or vice
versa?

Yes, my music now is more complex, deeper and has more richness in the structures. I am learning to
orchestrate.

What are some of your different creative approaches to writing? 
Are there any usual procedures? Is it
the improvisation important in your writing process?


The approach of every composition is different. The first step for me is thinking the music. Then I write
the music. Improvisation is not important for me, I am not a musician, but a composer. I have specific
Ideas of music and sounds.

What is the key element in your music?


Melodies und always melodies.

How do you know when a piece is really done? Have you ever looked on a finished album
with regrets
about a particular piece?


I always work quite a long time on my compositions until I declare them finished. The first step is the
actual composing, for me the best since most kreative part. The following steps are are the correction
an finally the production. That is when the time for decisions is dawning. No, I have no regret about a
particular piece. Once it‘s finished its finished.

How will be the music in the next century? Are your searching for the reply to this questions
with your
music? How do you view the current new music scene and where do you see it
going in the next 10
years?


No one can foresee/forehear the music of the next century and I do not search an answer to this
question. I'm not a prophet. I do my work and I have no concern for the music scene. I am an individual
and I have my way. I do not search the answer ? I am the answer !

At this point in your career as a recording artist, you've spread your stylistic boundaries
further than
most would ever dream. What other musical realms await a sonic explorer such
as yourself? What
should we expect from your next works?


I don't know. I'll continue working, I'll continue learning. My dream ist to live a long life, perceive the
development and the changes of society and continue working.

Projects?


I'm seriously considering a new live-act. We shall see!...

© MdeC Editions
© Copyright MdeC Editions Serge Blenner - All rights reserved Top